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Landesinnungstagung

Anlässlich der Landesinnungstagung am Samstag, dem 14. Juni 2008 im Veranstaltungszentrum in Judenburg gab es wieder ein breites Rahmenprogramm.

Am Vormittag informierte Rudolf Exel ausführlich über die CE-Kennzeichnung und Betriebsanlagen. Wie jedes Jahr präsentierten auch heuer wieder Zulieferbetriebe ihre Produktneuheiten in einer Fachausstellung. Für eine musikalische Umrahmung der Tagung sorgte wieder die Blasmusikkapelle der Tischlermeister Steiermarks.

Am Nachmittag wurde nach dem Bericht des Landesinnungsvorstandes eine Studie präsentiert, die von der Landesinnung an Studentinnen der FH Graz, Studiengang Marketing und Sales, in Auftrag gegeben wurde. Man sah sich damit konfrontiert, dass Tischler mit leichten Imageproblemen und den Möbelhaus-Konkurrenten zu kämpfen haben. Sie erarbeiteten ein Kommunikationskonzept und argumentierten, dass Tischler mit der Botschaft „Partnerschaft“ punkten können. Über Zeitungsinserate, eigene Homepage, gezielte Öffentlichkeitsarbeit und Folder soll mit den Kunden kommuniziert werden, so die Empfehlung. Anschließend zeigte Mag. Christian Hehenberger, vom Institut für Marketing und Trendanalysen, Trends die das Leben und die Wirtschaft bis 2015 verändern, auf.

Seit 2007 ist die EU die größte Wirtschaftsmacht der Welt und sie wird es in den nächsten Jahren auch bleiben. Mag. Hehenberger geht für Europa und für Österreich von einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von 3 bis 3,5 % pro Jahr aus. Wir müssen uns in allen Bereichen mit höheren Kosten herumschlagen. Er ist der Meinung, dass der internationale Wettkampf um knappe Rohstoffe die Preise explodieren lassen wird und die Menschen werden daher klüger investieren müssen.

Auch die Technik wird ständig intelligenter. Mag. Hehenberger ist aber der Meinung, dass nicht jeder Betrieb mit der neuesten Technik ausgestattet sein muss und schlägt noch stärkere Kooperationen mit anderen Betrieben vor. Mag. Hehenberger geht im Jahr 2010, entgegen der Statistik Austria, die für 2010 von 8,5 Mio. Einwohnern ausgeht, davon aus, dass die österreichische Bevölkerung auf 9 Mio. wachsen wird. Vor allem ältere Menschen haben ein höheres Sicherheitsbedürfnis, weshalb er der Meinung ist, dass sichere Fenster und Türen eine höhere Nachfrage erleben werden.

Da die Lebenserwartung immer mehr steigt, werden die Leute mehr Zeit in ihren eigenen vier Wänden verbringen. Der Trend geht weg vom Produktverkauf hin zum Systemverkauf. „Warum verkauft ihr nicht ein Wohnzimmer inklusive einem 120 cm-Bildschirm und Hifi – Ausstattung“, stellt der Trendexperte die Frage. Landesinnungsmeister Walter Schadler richtet seinen Dank an den Organisator vor Ort, Bezirksmeister Gunther Oberzaucher, der der Landesinnungstagung wieder einen schönen Rahmen verliehen hat.